Am 17. Juni 2009 gingen in Deutschland in 70 Städten insgesamt 240.000 Schüler und Studenten auf die Straße um ihre Ansichten und Meinungen kundzutun. Sie wollen, dass man sich Bildung nicht teuer erkaufen muss, dass jeder eine gleichberechtigte Chance auf eine gute Ausbildung erhält.
Im Allgemeinen verliefen die Demonstrationen sehr friedlich, bis auf einige Aussetzer, beispielsweise die Stürmung des Landtags in Mainz. Die Wände wurden mit Parolen beschmiert und Klorollen flogen durch die Hallen. Es sähe aus wie nach einer Schlacht, meint der Sprecher des Landtags in Mainz, Herr Dieter Lang. Außerdem wurden Teile der Ausstellung zum 20. Jahrestag des Mauerfalls gestohlen. Seiner Meinung nach wird dies eine Strafanzeige durch den Landtagspräsidenten Joachim Mertes nach sich ziehen.
In ganz Deutschland waren die Jugendlichen auf der Straße. So hatten sie in Potsdam etliche Transparente mit den Aufschriften „Zeit sich zu wehren“ und „Milliarden für Banken, Millionen für Schlösser, aber kein Geld für Bildung.“ mit sich.
Die Wut der Studenten und Schüler ist zu verstehen, doch solle man auch alle bildungspolitischen Forderungen, welche schon erfüllt worden seien, beachten – so die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Berlin und Brandenburg, Frau Doro Zinke.
Quelle: www.Spiegel-online.de
Viele Studenten aus Paderborn schlossen sich vor einiger Zeit zusammen, um gegen die Zahlung von Studiengebühren zu demonstrieren. Sie pochten auf ihr Recht und warfen dem Bundesland Nordrhein-Westfalen vor, mit dem Fordern von Studiengebühren gegen den UNO-Sozialpakt zu verstoßen. Außerdem sagen sie, dass es gegen den Grundsatz der freien Berufs- und Studienwahl verstöße und somit finanziell schlechter gestellten Menschen die Möglichkeit genommen würde, zu studieren. All diese Punkte weist das Land zurück und verteidigt sich mit dem Fakt, man könne zu guten Konditionen ein Darlehen aufnehmen. So sieht es auch das Bundesverwaltungsgericht Leipzig und entscheidet sich für das weitere Erheben der Studiengebühren. Man habe genug Zeit, das geliehene Geld zurückzuzahlen und bekomme außerdem durch soziale Begleitmaßnahmen ausreichende Unterstützung.
Der Paderborner Asta-Vorsitzende Pierre Schade ist mit dem Ergebnis zwar sehr unzufrieden, doch erst nach Prüfung des aktuellen Urteils ist alles fest. Bis dahin kann noch gehofft werden.
Quelle: www.Spiegel-online.de
Das Institut der Wirtschaft hat letzte Woche veröffentlicht, wie viel der Staat für einen Studenten für 2 Semester, also ein Jahr, zahlt. Vielleicht sind diese Zahlen ja für euch auch interessant, da sie verraten, wo das Leben und Studieren am günstigsten und wo am teuersten ist. Zuerst einmal zu dem günstigsten Studienstandort, der mich nicht wirklich überraschte: Brandenburg. Dort bezahlt man für ein Jahr Hochschulausbildung 5390 Euro. Dagegen zahlt man im Saarland mit 8270 Euro am meisten. Wie es in dem Bundesland aussieht, in dem ihr am liebsten studieren würdet oder schon studiert, erfahrt ihr hier.
EQAR steht für “European Quality Assurance Register for Higher Education” (dt.: Europäisches Register für Qualitätssicherungsagenturen). Aufgabe des Projektes der E4 (4 verschiedene Verbände) ist es, die Qualität der Hochschulen und der Studiengänge zu sichern und zu verbessern.
Damit wird nicht nur für eine größere Tansparenz der Qualitätssicherungagenturen gesorgt, sondern auch Vertrauen zwischen den einzelnen Hochschulen weltweit hergestellt.
Weitere Infos zu EQAR erhälst du unter www.eqar.eu.
Nach Ansicht einer neuer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg ist ein Studium ein guter Weg, der Arbeitslosigkeit zu entgehen.
Nach den Zahlen der Forscher waren im Jahr 3,5% der Akademiker im Westen und 6% im Osten arbeitslos - im Gegensatz zu den Gesamtquoten von 8,5% bzw. 18,4% ein erheblich geringerer Anteil.
Da im vergangenen Jahr jeder fünfte (West) bzw. zweite (Ost) Erwerbstätige ohne Berufsabschluss arbeitslos gewesen sei, fordern die Forscher, Investitionen in die Bildung nicht zu vernachlässigen.
via handelsblatt.com
Im Streit um die Einführung von “Elitehochschulen” nach angelsächsischem Vorbild haben sich die Bundesregierung und die Bundesländer Bayern und Bremen nach Angaben der FAZ auf einen Kompromiß geeinigt, der auch von den anderen Bundesländern mitgetragen wird.
Nach dem vereinbarten Kompromiß wird es nicht mehr den bisher geplanten Wettbewerb zwischen den Hochschulen geben. Die “Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung von Wissenschaft und Forschung an deutschen Hochschulen”, die den Staat in den Jahren 2006 bis 2011 1,9 Milliarden Euro kosten soll, wird stattdessen vor allem einzelne “Projekte” an Universitäten fördern. Zusätzlich sollen Graduiertenschulen und “Exzellenzcluster” (Bündnisse zwischen Forschern und Instituten) gefördert werden.
Ob sich Forschung und Lehre an den einzelnen Hochschulen angesichts der 21 Millionen Euro, die jede Hochschule maximal pro Jahr zusätzlich erhalten kann, spürbar verbessern, kann aber als fraglich betrachtet werden.
In Nordrhein-Westfalen ist ab dem Sommersemester 2006 nicht mehr möglich, mit der Fachhochschulreife an einer der vier Gesamthochschulen (Duisburg-Essen, Wuppertal, Siegen, Fernuniversität Hagen) zu studieren.
Diese Möglichkeit fällt im Rahmen der Umbenennung der Gesamthochschulen in Universitäten weg. Daher ist ab dem Sommersemester 2006 die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife Voraussetzung für ein Studium.
via abi-magazin.de
Die hessische Landesregierung und die Hochschulen haben sich auf einen Hochschulpakt bis 2010 geeinigt.
Im Jahr 2006 bleibt der Hochschuletat auf dem Niveau von 2005 bei 1,6 Milliarden Euro. Ab 2005 kann der Etat, je nach Entwicklung der Steuereinnahmen des Bundeslandes, bis maximal 1,5 % steigen oder sinken.
Die hessischen Hochschulen bewerten den vereinbarten Hochschulpakt eher positiv: “Wir können gut mit diesem Kompromiss leben” sagte Volker Nienhaus, Präsident der Uni Marburg und Sprecher der Konferenz hessischer Universitäten.
via main-spitze.de
Die Proteste von Studenten gegen die Bildungspolitik gehen weiter. In mehreren Städten werden heute Protestaktionen stattfinden, mit denen die Studenten gegen die Einführung von Studiengebühren demonstrieren wollen.
Aktionen sind unter anderem für Hamburg, Essen und Passau geplant.
via taz 1, taz 2 und pnp.
Den Hochschulen in Nordrhein-Westfalen steht eine “Revolution” bevor. Nach Angaben der Aachener Zeitung will die CDU in den kommenden fünf Jahren das Hochschulsystem komplett reorganisieren.
Die Hochschulen sollen mehr Rechte erhalten und ein Drittel der Paragraphen des Hochschulgesetzes gestrichen werden.
“Wir befreien die Hochschule vom Charakter der staatlichen Einrichtung. Der Staat tritt endgültig aus der Rolle der bevormundenden, befehlenden, vorschreibenden und alles regelnden Instanz heraus”, so die CDU-Landtagsfraktion.
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