Das Hochschulranking hilft angehenden Studenten bei der Wahl der richtigen Hochschule. Ob nun lieber die Universität in Regensburg oder die Fachhochschule in Dresden. Das Hochschulranking bietet die Möglichkeit eines der untersuchten Studienfächer auszusuchen und miteinander zu vergleichen. Somit kannst du dir einen ersten Eindruck der Studienangebote verschaffen.
Das Studentenwerk warnt jedoch vor voreiligen Entscheidungen, denn nicht jede Information ist hilfreich. “Ich würde die Wahl meiner Hochschule aber nicht von einem Ranking allein abhängig machen”, sagt Stefan Grob, Sprecher des Deutschen Studentenwerks in Berlin. Denn trotzt guten Rufs muss die Hochschulstadt persönlichen Kriterien entsprechen. Gibt es genügend günstige Wohnungen / Studentenwohnheime, wie hoch sind die Lebenshaltungskosten, ist das Studienfach, die richtige Wahl? Geh ich an die Uni oder doch lieber an die FH?
Dennoch lohnt sich der Blick in die Ergebnislisten. Vor allem das Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) in Gütersloh wird von Studienberatern gelobt. Neben den Studienangaben der verschiedenen Universitäten und Hochschulen fließen Angaben und Empfehlungen der Studenten ein. Das CHE-Ranking gibt dabei nicht die beste oder schlechteste Hochschule an. Mit dem Hochschulvergleich können Studenten / Abiturienten bis zu drei Fachbereiche von Universitäten oder Fachhochschulen miteinander vergleichen und somit für sich entscheiden, welche Hochschule den Vorstellungen am Nächsten kommt.
„Das Ranking unterscheidet dabei nach mehreren Kriterien“, erklärt Stefan Hatz, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft für Information, Beratung und Therapie an Hochschulen in Greifswald. „Jeder kann so selbst entscheiden, welche Faktoren für ihn bei der Wahl seines künftigen Studienortes wichtig sind: Die Betreuung, die Forschung, die Bibliotheksausstattung oder das Angebot im Hochschulsport.“
Für eine weltweite Studie der “Salzburg Academy on Media and Global Change” und der “Universität Maryland” verzichten Studenten aus Europa, Asien, Afrika, Nord- und Südamerika 24 Stunden lang auf Handy, Internet, Radio, Fernsehen und Zeitungen. Auch der Mp3-Player bzw. I-Pod ist für 24 Stunden gestrichen. Das Festnetztelefon ist immerhin erlaubt. Laut der ersten Ergebnisse sind Langeweile, Isolation und Fressattacken nur eine kleine Auswahl der Folgen.
Die Wissenschaftler wollen so herausfinden, ob, und wenn ja, wie abhängig unsere junge Generation von Medien ist. So lässt sich herausfinden, wie junge Leute ihren Tagesablauf ohne die gewohnten Informations- und Kommunikationskanäle planen.
Die Pilotstudie der Universität Maryland hat bereits ähnliche Ergebnisse geliefert. Amerikanische Studenten hatten die gleichen Voraussetzungen. Das Ergebnis: Die Studenten fühlten sich aufgrund der Abstinenz von Facebook & Co. “Sehr ängstlich”, “auf Entzug” oder “extrem kribbelig”.
Der Journalismus-Dozent der Bournemouth Universität sowie Betreuer der britischen Studie, Roman Gerodimos, hat bei seinen Probanden Ähnliches beobachten können. “Die Studenten berichten von Entzugserscheinungen, Fressattacken, Nervosität und dem Gefühl, isoliert und abgehängt zu sein. Sie wissen nichts mit sich und ihrer freien Zeit anzufangen”, sagte der Wissenschaftler.
Die Rede ist von „Information-Deprivation-Disorder“ - die sogenannte Informationsmangel-Störung.
Übereinstimmend beschrieben die Probanden die 24 Stunden als “unglaublich schwer”, “langweilig”, “frustrierend” oder “einsam”. Ein Student schrieb gar: “Der schlimmste Tag seit ich an der Uni bin…. Einsamkeit umschließt mich….”
Manche Studenten erkannten bereits nach 90 Minuten, dass das Leben mit den Medien einfach lebenswerter sei, einige erst nach mehreren Stunden. Bei wenigen Probanden führte die Studie aber auch zu positiven Erkenntnissen: “Ich habe drei Stunden aufrecht gesessen, nur mit meinem Buch von der Uni. Das habe ich noch nie getan”, schrieb ein Student. Ein anderer ging gar bei einem Freund vorbei und klingelte an der Tür; andere lasen Romane. “Keine Medien zu nutzen, hat mich zu einem besseren Menschen gemacht. Ich musste rausgehen, die Welt wahrnehmen und mich an Gesprächen wirklich beteiligen”, berichtete ein weiterer Teilnehmer begeistert.
Obwohl die Benutzung des Festnetztelefons erlaubt war, half das manchen jedoch recht wenig. Eine Studentin gab an, sie habe vergeblich auf einen Anruf gewartet. Sie selbst konnte niemanden anrufen, da sie keine Nummer auswendig kenne.
Die Testergebnisse erscheinen im Frühjahr 2011. Wir bleiben gespannt und lesen bis dahin fleißig unserer feeds
Erste Ergebnisse der britischen Studie könnt ihr übrigens auf dem Forschungs-Blog der Bournemouth University nachlesen.
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