Die 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes gibt Aufschluss über die Verteilung der Präferenzen deutscher Studierender, wenn es um die Wahl ihrer Unterkunft am Studienort geht. Über 16.000 Studierende von 210 Hochschulen haben sich im Sommer 2009 an der Befragung beteiligt.
In diesem Artikel sollen die Hintergründe beleuchtet werden, von denen viele Studierende in ganz Deutschland ihre Wohnungswahl abhängig machen. Die Studie ergibt, dass rund 20 Prozent der Studierenden mit ihrer Partnerin oder ihrem Partner zusammen in einer Wohnung leben, während 17 Prozent allein in einer Mietwohnung und 26 Prozent in einer Wohngemeinschaft leben. Rund 23 Prozent wohnen noch bei ihren Eltern, 12 Prozent im Wohnheim und zur Untermiete lediglich 2 Prozent der Studierenden.
Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, sagte bei der Präsentation der Befragungsergebnisse: „Das Studentenwerks-Wohnheim ist ideal für einen erfolgreichen Start ins Studium.“ Die 58 deutschen Studentenwerke bieten insgesamt 181.000 Wohnheimplätze in rund 1.000 Häusern an.
Die Unterschiede bei der Wahl der Wohnform sind dabei in erster Linie altersabhängig. Insbesondere Studienanfänger bevorzugen einen Wohnheimplatz. Bei den Studierenden bis 21 Jahren, die nicht mehr bei den Eltern wohnen, leben rund 27 Prozent in einem Wohnheim. Unter den jungen Studierenden ist eine Unterkunft im Elternhaus ebenfalls überdurchschnittlich beliebt. Während ältere Studenten eher zu einer eigenen Wohnung tendieren, sind Wohngemeinschaften in jeder Altersgruppe ähnlich beliebt.
Die Entscheidung, eine Wohnung in einem Studentenwohnheim zu mieten, wird oftmals aus finanziellen Gründen getroffen. Die Untersuchung ergab, dass die Hälfte der deutschen Wohnheim-Bewohner über weniger als 640 Euro im Monat verfügt. Dieser Wert liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 812 Euro.
Die Studie hat außerdem untersucht, inwieweit sich in dieser Frage Bachelorstudenten von Fachhochschulen von ihren universitären Kommilitonen unterscheiden. Mit rund 18 Prozent ziehen vergleichsweise viele Universitätsstudenten in ein Wohnheim. Bei den Fachhochschulstudenten sind es hingegen nur 13 Prozent.
Als Beweggründe für die Wahl eines Wohnheimplatzes gaben die befragten Studierenden an, dass neben dem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis auch das einfache Mietprozedere, die hochschulnahe Lage und das studentische Lebensumfeld, sowie die guten Möglichkeiten rasch neue Kontakte knüpfen zu können, eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung spielen.
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