Die Erhöhung der BAföG-Bezüge wurde erst kürzlich von der Bundesregierung beschlossen und schon steht sie auf der Kippe – gleiches gilt für das nationale Stipendienprogramm, über das wir bereits ausführlich berichtet haben.
Entscheidungen zur Umsetzungen der Entwürfe werden von den Bundesländern getroffen. Presseberichten zufolge hat eine Mehrheit der Länder den für Studenten erfreulichen Gesetzesentwurf im Finanzausschuss des Bundesrates bereits abgelehnt.
Die Ablehnung geht dabei insbesondere von Unionsländern aus, ist jedoch nicht nur auf diese beschränkt. Der Gegenwind war dabei deutlich: insgesamt sollen sich 11 von 16 Ländern gegen die BAföG-Erhöhung und das Stipendienprogramm ausgesprochen haben.
Begründet wurde die Ablehnung des Entwurfes durch die bedenkliche Haushaltslage der Länder, die sich mit einer Mehrbelastung von 172,9 Millionen Euro konfrontiert sehen. Der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerkes, Achim Meyer auf der Heyde, äußerte sich empört und enttäuscht zur Reaktion der Bundesländer: „Diese Länder fallen dem Bund, sie fallen der Bundesbildungsministerin in den Rücken. Sie verschaukeln ihre Studierenden, die mit der BAföG-Erhöhung gerechnet haben. So wird nichts aus der Bildungsrepublik Deutschland.“
Die 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerkes gibt Aufschluss über die Verteilung der Präferenzen deutscher Studierender, wenn es um die Wahl ihrer Unterkunft am Studienort geht. Über 16.000 Studierende von 210 Hochschulen haben sich im Sommer 2009 an der Befragung beteiligt.
In diesem Artikel sollen die Hintergründe beleuchtet werden, von denen viele Studierende in ganz Deutschland ihre Wohnungswahl abhängig machen. Die Studie ergibt, dass rund 20 Prozent der Studierenden mit ihrer Partnerin oder ihrem Partner zusammen in einer Wohnung leben, während 17 Prozent allein in einer Mietwohnung und 26 Prozent in einer Wohngemeinschaft leben. Rund 23 Prozent wohnen noch bei ihren Eltern, 12 Prozent im Wohnheim und zur Untermiete lediglich 2 Prozent der Studierenden.
Achim Meyer auf der Heyde, Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, sagte bei der Präsentation der Befragungsergebnisse: „Das Studentenwerks-Wohnheim ist ideal für einen erfolgreichen Start ins Studium.“ Die 58 deutschen Studentenwerke bieten insgesamt 181.000 Wohnheimplätze in rund 1.000 Häusern an.
Die Unterschiede bei der Wahl der Wohnform sind dabei in erster Linie altersabhängig. Insbesondere Studienanfänger bevorzugen einen Wohnheimplatz. Bei den Studierenden bis 21 Jahren, die nicht mehr bei den Eltern wohnen, leben rund 27 Prozent in einem Wohnheim. Unter den jungen Studierenden ist eine Unterkunft im Elternhaus ebenfalls überdurchschnittlich beliebt. Während ältere Studenten eher zu einer eigenen Wohnung tendieren, sind Wohngemeinschaften in jeder Altersgruppe ähnlich beliebt.
Die Entscheidung, eine Wohnung in einem Studentenwohnheim zu mieten, wird oftmals aus finanziellen Gründen getroffen. Die Untersuchung ergab, dass die Hälfte der deutschen Wohnheim-Bewohner über weniger als 640 Euro im Monat verfügt. Dieser Wert liegt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 812 Euro.
Die Studie hat außerdem untersucht, inwieweit sich in dieser Frage Bachelorstudenten von Fachhochschulen von ihren universitären Kommilitonen unterscheiden. Mit rund 18 Prozent ziehen vergleichsweise viele Universitätsstudenten in ein Wohnheim. Bei den Fachhochschulstudenten sind es hingegen nur 13 Prozent.
Als Beweggründe für die Wahl eines Wohnheimplatzes gaben die befragten Studierenden an, dass neben dem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis auch das einfache Mietprozedere, die hochschulnahe Lage und das studentische Lebensumfeld, sowie die guten Möglichkeiten rasch neue Kontakte knüpfen zu können, eine wichtige Rolle bei der Entscheidungsfindung spielen.
© 2003 - 2008 Studienfinanzierung.de | Alle Rechte vorbehalten. | Impressum & Haftungsausschluss
Dieses Weblog basiert auf WordPress. Zu den Einträgen und zu den Kommentaren sind RSS-Feeds abonnierbar. Mehr Informationen zum DKB Cash Girokonto.